Stellen sie zunächst fest, welche Anforderungen in den Verträgen, AGBs, Servicelevels ggf. Gesetzen stehen, damit eine Leistung/Produkt als fehlerfrei anzusehen ist.
Stellen sie in einem zweiten Schritt fest, ob es in der Branche der Organisation interessierte Parteien gibt, die so stark sind, dass sie zusätzliche Anforderungen an die Leistungserbringung formuliert haben und durchsetzen können. So können zum Beispiel Kammern (Steuerberater, Rechtsanwälte), Industrieverbände, Gewerkschaften (Tarifregelungen), Personal- bzw. Betriebsräte Regelungen verlautbart/erlassen haben, die die Leistungserbringung betreffen. Damit haben sie das Bündel der Anforderungen umrissen.
In einem dritten Schritt stellen sie jetzt fest, welche Risiken im Kontext die Leistungserfüllung beeinträchtigen könnten.
Im letzten Schritt können sie jetzt bewerten, ob die Organisation angemessene Kenntnis über ihren Kontext hat und anforderungsgerecht mit daraus entstehenden Risiken umgeht.
Beispiel: sichert ein IT-Unternehmen eine 99,8 %ige Servicebereitschaft zu, muss gefragt werden, wie man am Sonn- und Feiertagen zur Verfügung steht und wie sicher die Stromversorgung für die Kommunikationseinrichtungen sind.
Es wäre das Beste, wenn der/die AuditoIn mit den entsprechenden Hintergrundinformationen durch die Zertstelle oder durch eigene gute Vorbereitung bereits in das Audit kommt.