Die ersten Ideen für eine standardisierte Norm für das Thema „Qualität“ entstanden in Großbritannien. Nach dem Zweiten Weltkrieg stand Großbritannien vor der Herausforderung, seine Industrien wettbewerbsfähig zu halten. Der internationale Wettbewerb, insbesondere mit den Exportländern Japan und Deutschland, nahm stark zu. Über den Commonwealth mit Lieferanten in Ländern auf allen Kontinenten verbunden, konnten die Britten zwar günstig, aber nicht mit hoher Qualität produzieren. So entstand die Notwendigkeit, bei Vertragsverhandlungen, Lieferantengesprächen, Fehleranalysen etc. mehr Struktur und Verbindlichkeit zu haben. In der Folge formulierten und veröffentlichten eine Reihe von Konzernen und öffentlichen Einrichtungen (vorrangig das Militär) eigene Normen. Hinter diesen stand die Idee, im bilateralen Verhältnis bestimmte Strukturen und Verantwortlichkeiten transparent zu machen, um schneller, verbindlicher, also vertrauensvoller miteinander kommunizieren zu können.